Solidarische Landwirtschaft und sozial-ökologischer Umbau

Gepostet von am Okt 25, 2012 in Aktuelles, Allgemein | 1 Kommentar

Kann solidarische Landwirtschaft einen Beitrag zum sozial-ökologischen Umbau der Agrarwirtschaft und der Gesellschaft leisten? Ist solidarische Landwirtschaft ein Modell, das flächendeckend umsetzbar ist?
Ein Beitrag von Veikko Heintz (Netzwerk Solidarische Landwirtschaft)*

In den letzten Jahren sind das Interesse an solidarischer Ökonomie und die Versuche solidarische Wirtschaftsmodelle in die Praxis umzusetzen stark gestiegen. Seit kurzem gewinnt das Modell einer solidarischen Landwirtschaft (CSA) auch in Deutschland stark an Bedeutung. In anderen Ländern (Frankreich, England, USA) ist es bereits in stärkerem Maße umgesetzt. Was können wir aus diesen Erfahrungen lernen und welchen Beitrag kann solidarische Landwirtschaft zu einem sozial-ökologischem Umbau der Gesellschaft leisten?

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Frage der Woche, 22. Oktober 2012

Gepostet von am Okt 22, 2012 in Aktuelles, Frage der Woche | 12 Kommentare

Was sind Deiner Meinung nach die drei wichtigsten Voraussetzungen, damit lokale Umbauprojekte erfolgreich sein können?

Fazit:

1. Eine Regierung, die nicht die Interessen der Industrie und des Geldadels vertritt
2. Umverteilung der Vermögen zur Finanzierung
3. Echte Selbstbestimmung der Bürger (Räte)

1. Dass Güter des täglichen Bedarfs so regional wie möglich produziert und konsumiert werden.
2. Die Marke “Regional” muss das Maß der Dinge und Statussymbol werden.
3. regionale müssen Wirtschaftskreisläufe gefördert werden.

1. transparent
2. bürgernah
3. vernetzt mit BIs, Vereinen und Parteien

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DIE LINKE fordert den sozial-ökologischen Umbau: Cornelia Möhring zu Gast in Schwarzenbek

Gepostet von am Aug 10, 2012 in Aktuelles, Allgemein | 2 Kommentare

Pressemeldung, 08.08.2012, Schwarzenbek: Im Jahr 2050 werden wir unseren Energiebedarf vollständig aus regenerativen Energien decken, die Industrie ist komplett auf eine nachhaltige Produktionsweise mit minimalem Ressourcenverbrauch umgestellt und die Produktion richtet sich nach den tatsächlichen Bedürfnissen der Menschen. Davon ist Cornelia Möhring (MdB) überzeugt.

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Frage der Woche, 9. Juli 2012

Gepostet von am Jul 9, 2012 in Aktuelles, Frage der Woche | 71 Kommentare

Welche Konsequenzen hat die Regionalisierung für Lebensmittelhandel und Beschäftigte? Wie soll die Regionalisierung der Agrarwirtschaft konkret (über bereits bestehende Ansätze hinausgehend) gefördert werden?

Fazit: Die Diskussion war geprägt von unterschiedlichsten Ansätzen bei verschiedenen Akteuren im Bereich der Lebensmittel. Diese Vielfalt spiegelt die Unmöglichkeit wieder, mit einer Maßnahme alle Probleme zu lösen, da die meisten negative nicht-intendierte Nebenefekte haben die ausgeglichen werden sollten. Sehr deutlich findet sich die Verknüpfung sozialer und ökologischer Probleme in dieser Diskussion.

Zusammenfassung: Neben den Forderungen (LKW-)Transporte durch Steuern unatraktiv zu machen, wurden häufig Im- und Exportbeschränkungen und Zölle, u.U. gestaffelt nach Jahrezeit und Produkt, vorgeschlagen. Bei beiden Markteingriffen wurde jedoch eine soziale Unausgewogenheit festgestellt. Heiße Diskussionen gab es um die (Un-)Möglichkeit mehr Transporte auf die Schiene zu verlegen, als “Advocato Diavoli” trat ein Fernfahrer auf. Relativ unwidersprochen blieb die Position, dass eine Regionalisierung nicht notwendig sei, wenn Transporte tatsächlich nachhaltig würden.

Ebenfalls vorgeschlagen wurden Kennzeichnungspflichten für den Lebensmittelhandel: CO2-Bilanz & Herrstellungsort (nicht Verpackungs/Verarbeitungsort). Landwirtschaftliche Betriebe sollten nur so viele Tiere halten dürfen wie sie von ihrer Grundfläche ernähren könnten. Unterstützung fanden Initiativen für Direktvermarktung und genossenschaftliche Produktions- und Konsumtionsgemeinschaften. Weitere Vorschläge waren die Förderung regionaler Währungen, Luxussteuern für bestimmte Lebensmittel sowie Vegetarisch und Vegane Lebensweisen nicht lächerlich zu machen sondern zu fördern.

Zudem wurde eine leidenschaftliche Diskussion um Verzicht zu Gunsten der Umwelt geführt. Wenn Regionalisierung nur über Verzicht möglich sei, so müssten regionale Produkte attraktiv gemacht werden um so die negativen Konnotationen von Verzicht zu überblenden.  Praktisch jeder Vorschlag wurde entweder als ineffektiv oder illiberal kritisiert, vermutlich auch deshalb wurde oftmals an das Bewusstsein der Verbraucher appeliert und “altmodische” Konservierung empfohlen. Tatsächlich innovativ scheint der Vorschlag zu sein, die Abwärme lokaler Klein(st)kraftwerke zur Beheizung von Treibhäusern zu nutzen um so effizient und vor Ort die Saison zu verlängern.

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