PLAN B traf in Schleswig-Holstein auf schwimmende Schweine

Cornelia Möhring, MdB und Fraktionsvize, und Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Linksfraktion, fuhren am vergangenen Donnerstag und Freitag, den 8./9. August 2013, nach Lütjenburg, Rendsburg, nach Plön und immer schön quer durch die schöne Holsteinsche Schweiz. Esel streicheln, durch den Tierpark schlendern, schwimmende Schweine bewundern… So könnte man meinen. Doch die wenigen Bildimpressionen können die vielen Gespräche nicht einfangen, die sich zuerst und zumeist um des große Thema “Wochenmarkt statt Weltmarkt” drehten.

Poitou_Esel_Streicheln Schwimmende_Schweine Tierpark WarderDer politische Sprengstoff liegt da für alle auf der Hand, selbst wenn nicht durch die Brille eines Agrargökonomen, einer Veterenärmedizinerin, eines Bauern oder einer Händlerin geschaut wird. Denn neben den Sorgen und Ideen der regionalen Produzentinnen und Produzenten, die den globalen Irrwegen der Nahrungsproduktion gegenüberstehen, trifft dies den Handel, die lokalen Märkte, die Verbraucherinnen und Verbraucher, die bezahlbare und gesunde Lebensmittel wollen.  Auch Agrarbetriebe von heute sind stark in das dörfliche Leben eingebunden, befördern den Erhalt der Artenvielfalt und prägen die ländlichen Räume der Zukunft. Es ist wirklich nicht abwegig, den Zusammenschluss von Bäuerinnen und Bauern wirtschaftspolitosch zu fördern und die EU- Fördermittelvergabe konsequent an konkrete sozial-ökologische Leistungen zu binden. Doch all dies geht ohne eine aktive Strukturpolitik, in der auch die Mobilität ökologisch weiterentwickelt, Kitaplätze gebaut und Landarztpraxen angesiedelt werden nicht. Der Stoff rund um die Zukunft der ländlichen Räume, und die Chancen der nächsten Generation ist vielfältig und in zwei Tagen kaum zu packen. Doch wichtige bundespolitische Forderungen, wie eine Kürzung der Agrardieselsteuerrückerstattung bei gleichzeitiger Förderuneg regionaler Pflanzenkraftstoffe, klare Produktkennzeichnung oder die Möglichkeiten einer EU-Förderung der gentechnikfreien, ökologoischen und regionalisierten Landwirtschaft lassen sich vor Ort am besten ausdiskutieren.

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2 Kommentare

  1. Zu “schwimmenden Schweinen” fällt... von Wilfried Döring am 16-08-2013

    Wilfried Döring sagt:

    Zu “schwimmenden Schweinen” fällt mir nur ein Kalauer ein. Darin spielt die Bundesregierung eine tragende Rolle sodass die Pointe zündet. Aber die Realsatire und Schirmherrschaft von Frau Merkel soll Witz genug sein. Übrigens, die europäische Finanzkrise wurde noch nicht bezwungen. Spätestens im Herbst sollte man sich entscheiden den englischen Rasen hinterm Haus zu rigolen. Auf Kleinstflächen bringen Kartoffeln, Kohl und dicke Bohnen recht hohe Erträge. Wenn nach der Wahl Italien und Spanien abschmieren, zählt jede preisgünstige Kalorie. Ich vermute Conny Möhring und Kirsten Tackmann haben während ihrer Rundreise auf diesen Umstand schwerpunktmäßig hingewiesen.

  2. Liebe Freundinnen und Freunde, bei sonnigem... von Jürgen Kruse am 23-11-2013

    Jürgen Kruse sagt:

    Liebe Freundinnen und Freunde,

    bei sonnigem Wetter demonstrierten heute bei Bourtange niederländisch-deutsche Natur- und Tierschützer gegen einen geplanten Mega-Milchviehstall und für eine Landwirtschaft, die Natur und Tier achtet.
    Niederländische Milieudefencie drehte einen Film und will diesen an das zuständige Ministerium in Den Haag schicken im Rahmen der Proteste gegen die umweltzerstörerische Agrarpolitik in den Niederlanden und in Europa. Siehe: http://www.nederlandgeenmegastal.nl/site/home/
    Man kann sich auch noch im Internet an der Protestaktion in den Niederlanden aktiv beteiligen!
    Ein Grußwort der Linken aus Niedersachsen (von der LAG Landwirtschaft, Ernährung u. Verbraucherschutz) wurde sehr erfreut zur Kenntnis genommen und kurz verlesen.

    Liebe Grüße aus Bockhorst!

    Birgitt und Jürgen
    siehe auch:
    http://www.dielinke-emsland.de (dort auch Fotos!)
    23.11.2013