Auf dem falschen Dampfer

Gepostet von am Jun 18, 2013 in Aktuelles, Allgemein | Keine Kommentare

Ökologische Revolution jenseits von Technik und Moral – Sattes Grün verlangt kräftiges Rot
Erschienen in: Neues Deutschland, 15./16. Juni 2013

Hans_Thie-PortraitWer in einer endlichen Welt an immerwährendes Wachstum glaubt, ist entweder ein Verrückter oder ein Ökonom. Dieser freche und weise Spruch ist 40 Jahre alt. Damals waren fast alle verrückt. Heute sind die Ökonomen übrig geblieben. Und mit ihnen die Analysten, die Werbestrategen und nahezu das gesamte politische Personal.

Jenseits dieser dummdreisten Zirkel mit optimistisch aufgehellter Verantwortungsmiene ist das anders. Die Zahl der Wachstumsgläubigen schrumpft. Klimagase, Industriegifte und Konsummüll verstopfen die Arterien einer endlichen Welt. Die Verwandlung von Flüssen in Transporttrassen ist falsch. „Wir“ erleben es gerade. „Wir“ wissen all das schon lange. Und „wir“ haben eine andere Vision.

mehr

Frage der Woche, 22. Oktober 2012

Gepostet von am Okt 22, 2012 in Aktuelles, Frage der Woche | 12 Kommentare

Was sind Deiner Meinung nach die drei wichtigsten Voraussetzungen, damit lokale Umbauprojekte erfolgreich sein können?

Fazit:

1. Eine Regierung, die nicht die Interessen der Industrie und des Geldadels vertritt
2. Umverteilung der Vermögen zur Finanzierung
3. Echte Selbstbestimmung der Bürger (Räte)

1. Dass Güter des täglichen Bedarfs so regional wie möglich produziert und konsumiert werden.
2. Die Marke “Regional” muss das Maß der Dinge und Statussymbol werden.
3. regionale müssen Wirtschaftskreisläufe gefördert werden.

1. transparent
2. bürgernah
3. vernetzt mit BIs, Vereinen und Parteien

mehr

Frage der Woche, 17. September 2012

Gepostet von am Sep 17, 2012 in Aktuelles, Frage der Woche | 34 Kommentare

Mit welchen Mitteln kann man den Verbrauch von Metallen und anderen nicht-energetischen Rohstoffen effektiv senken?

Fazit: Als  zentraler Hebel zur Regulierung des Rohstoffverbrauchs hat sich in der Debatte die Lebensdauer von Produkten herausgestellt. Zur Förderung qualitativ hochwertiger und langlebiger Produkte kristallisierten sich in der Diskussion zwei Aspekte heraus: Die Ächtung von Sollbruchstellen im Sinne der geplanten Obsoleszenz und eine Förderung von Reparaturmaßnahmen.

Zusammenfassung: Es bestand weitgehend Einigkeit darüber, dass der Ressourcenverbrauch stark von dem Lebenszyklus eines Produktes abhängt. Die daraus gezogenen Forderungen sind: Die zu erwartende Lebensdauer eines Produktes zu Kennzeichnen um bewussten Konsum zu ermöglichen; geplante Obsoleszenz entweder zu verbieten, zu kennzeichnen oder zumindest Öffentlichkeit für dieses Problem unter Nennung spezifischer Produkte herzustellen; die Reparaturfähigkeit und Möglichkeit Produkte dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik anzupassen durch Modularisierung, Standardisierung und vorgeschriebener Mindestvorhaltezeit von Ersatzteilen zu erhöhen; auf kommunaler Ebene öffentlich zugängliche Werkstätten anzubieten, welche es BürgerInnen ermöglichen (wenn möglich unter fachkundiger Hilfe) ihre Produkte selbst zu reparieren, sowie eine öffentliche Plattform für nachhaltig konzipierte Produkte und jeweils Reparaturanleitungen u. ä. (ggf. in Form eines Wikis) und Bezugsquellen für Ersatzteile um Konsumenten in die Lage zu versetzen sich für „gute Produkte“ zu entscheiden. Mehrfach problematisiert wurde, dass das Wirtschaftssystem darauf angewiesen sei, möglichst viel Umsatz zu generieren um Profite zu realisieren, dass also ein entschleunigter Konsum das Wirtschaftssystem in seiner (Schein-)Stabilität gefährden würde.

Appelle an die Konsumenten gezielt Produkte nach nachhaltigen Kriterien auszusuchen waren prominent vertreten. Vorgeschlagen wurde, hochwertige Produkte gemeinsam anzuschaffen.  Ressourcenverbrauch über Steuern zu regulieren war umstritten, vor allem aufgrund befürchteter sozialer Unausgewogenheit. An Recycling-Ansätzen wurde kritisiert, dass diese oftmals viel Energie verbrauchen würde. Dem wurde entgegnet, hier sollten vermehrt erneuerbare Energien zum Einsatz kommen. Um Recycling zu fördern wurden Pfandsysteme für besonders ressourcenintensive Produkte vorgeschlagen.

mehr